... Meine Wege ...
Am 21. 05. 1953 wurde ich in Bremerhaven
geboren und wuchs dort nahe der Nordseeküste auf.
An den Universitäten von Trier und Marburg studierte ich Philosophie, Politikwissenschaft und Soziologie.
Von früher Jugend an schriftstellerisch kreativ,
habe ich drei Bücher im Selbstverlag verfaßt
und mit Zeichnungen, Fotos und Collagen illustriert. Sie sind vergriffen.
Seit 1979 entdeckte ich die Malerei ernsthaft als weitere Ausdrucksform, in deren Techniken und Möglichkeiten ich mich fortan als Autodidakt vertiefte. Die intensive Beschäftigung mit dem Malen brachte mich zunächst zur Öl-Ei-Tempera Mischtechnik, deren vielfältige Möglichkeiten mich faszinierten und die ich heute noch nutze. Ausgehend von Ei-Tempera-Farben erreiche ich völlig verschiedene Bildwirkungen, z.B. durch Mischtechniken, Unter- oder Übermalung mit Ölfarben oder unterschiedliche Grundierungen und Untergründe.
Da Malerei für mich auch immer ein Forschen nach dem Neuen ist, entwickelte ich im Laufe der Zeit eine eigene Technik, in der ich mit Ei-Tempera-Farben direkt auf Holz male und dabei die Maserung des Holzes mit in das Bild einbeziehe. Diese Arbeiten bilden zur Zeit meinen Schwerpunkt.
Erwähnen sollte ich vielleicht noch, daß ich außerdem mit Öl-Spachtel-Techniken experimentiere, Aquarelle male oder hin und wieder aber immer wieder Kohlezeichnungen mache.
Was die Themen meiner Malerei betrifft, so habe ich mir in den Ausführungen keine Grenzen gesetzt. Das Leben ist vielfältig und die Kunst sollte meiner Meinung nach ein Spiegel sein. So würde ich z.B. zwar am liebsten nur schöne Bilder malen, doch das würde heißen, die Augen vor den zahlreichen Facetten der Wirklichkeit zu verschließen.
Das Ergebnis steht in meinen Bildern: ich versuche, Freude ebenso wie Schmerz zu erfassen, das Schöne und das Schreckliche im Sein auf den Punkt zu bringen.
Sogenannte gegenstandslose Bilder oder Spachtelarbeiten stehen im Kontrast zu realistischen Portraits. Politische und sozialkritische Themen sind mir so nah wie einfühlsame Aktstudien. Die Mythologie beschäftigt mich ebenso wie die diffuse Stimmung einer Landschaft. Satirische Reflektionen ergänzen sich mit schemenhaften Momentaufnahmen.
Im Mittelpunkt steht für mich immer wieder der Mensch in seinen Lebenszusammenhängen, und das im weitesten Sinne. So spiegelt sich in manchen Bildern das Verhältnis zwischen Mann und Frau, in anderen die möglichen Folgen von Rüstung und Industrie, in den Nächsten die Nähe, die zwischen Menschen entstehen kann. Oder es geht einfach nur um die Dynamik eines Körpers, den Ausdruck eines Gesichts ...
Im Laufe der Zeit haben sich einige Arbeitszyklen herausgebildet, die ich ständig erweitere. Dazu gehören "Das Ergebnis der Entwicklungshilfe", "Die alltägliche Gewalt", "Männer: Distanz und Nähe", "Ekstase - ", "In Gedanken", "Freundinnen" - um nur einiges aus dem Spektrum zu nennen.
Es gibt einfachere Dinge, als über sich selbst zu reden.
Zu den Inhalten meiner Bilder im Einzelnen pflege ich nichts zu sagen. Ich will den Blickwinkel des Betrachters durch vorgegebene Interpretationen nicht einengen oder beeinflussen, sondern möchte, daß jeder frei und unvoreingenommen aus seinem eigenen Erfahrungshorizont heraus seine Gedanken, Gefühle, Phantasien oder Interpretationen entwickelt. Alles Gerede um oder über Kunst ist in diesem Zusammenhang meiner Meinung nach völlig überflüssig. Entweder ein Bild gefällt, sagt einem etwas oder nicht - für mich ist immer wieder erstaunlich, was drumherum aufgebauscht werden kann und wird.
Bei all meiner Arbeit bleibt mir besonders wichtig, daß ich mich nicht auf einen Stil festlege sowie mir die Vielseitigkeit in meinen Maltechniken und Themen bewahre.
Seit 1985 arbeite ich nun selbständig als freischaffender Künstler.
Einigen Gemeinschaftsausstellungen folgten der ersten
Einzelausstellung 1984 in Hamburg zahlreiche weitere im gesamten Bundesgebiet. Wer mehr darüber erfahren möchte, findet eine Auflistung unter den Austellungen.
Wenn der Schwerpunkt meines Schaffens in den letzten Jahren auch auf der Malerei liegt, so schreibe ich doch weiterhin verschiedenartige Texte von Gedichten über Kurzgeschichten bis Satire, die ich z.B. in Autorenlesungen der Öffentlichkeit vorstelle.
Im Jahre 1993 lernte ich die Musikerin Tami Müller kennen. Aus der ursprünglichen Idee, einige Bilder musikalisch umzusetzen, entstand letztlich das Kunstvideo "Dieser Wahnsinn ist noch nicht zu Ende" als gemeinsames Erstlingswerk beider Künstler im Bereich Film. Dies Video verbindet die Medien Musik, Malerei und Lyrik zu einer einheitlichen Aussage.
Im November 1996 gründete ich mit den Künstlern Silvia Reiser und Kai Georg Wujanz die Künstlergruppe PARADOX - Kunst für artgerechte Haltung (Produktion. Verkauf. Leasing. ).
Alle Wege führen weiter, und wie, davon demnächst an dieser Stelle... - - -
Ich freue mich über jede Rückmeldung an:
kunst@bjantony.de